34a-Schein: Unterrichtung oder Sachkundeprüfung
Was hinter dem „34a-Schein“ steckt, welcher Nachweis für welche Tätigkeit nötig ist und wie die Prüfung abläuft – mit den Paragrafen aus Gewerbeordnung und Bewachungsverordnung. Oben können Sie direkt üben.
7 Sachgebiete der Sachkundeprüfung
Tippen Sie auf ein SachgebietRecht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, Gewerberecht
Eigene Übungsaufgaben im Prüfungsformat – keine Original-IHK-Fragen. Ihre Antworten werden nicht gespeichert.
Format wie in der IHK-Prüfung
Eine oder mehrere richtige Antworten, 82 Fragen in 120 Minuten – Stand der Prüfungsregeln 1. Juli 2025.
Lösung mit Gesetzestext
Zu jeder Frage die Begründung, warum jede Antwort richtig oder falsch ist, und die Fundstelle im Wortlaut.
Ruhig lernen, auch am Handy
Keine Pop-ups, keine Werbung, die über den Text springt. Die Seite lässt sich wie eine App installieren.
So prüfen wir jede Frage
1. Selbst verfasste Übungsfragen
Keine unzulässigen IHK-Originalfragen. Alle 436 Fragen orientieren sich am offiziellen Rahmenstoffplan und den 7 Sachgebieten der Bewachungsverordnung.
2. Wortwörtlicher Gesetzesabgleich
Jede Rechtsfrage stützt sich auf das geltende Recht (GG, BGB, StGB, StPO, GewO, BewachV, DGUV 23) und zitiert die Fundstelle im Wortlaut.
3. Fehler melden – wir korrigieren
Finden Sie eine Frage, die veraltet oder unklar ist, schreiben Sie uns. Gemeldete Fragen prüfen wir gegen den aktuellen Gesetzestext und korrigieren sie umgehend.
Weitere Modelltests
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- DGUV Vorschrift 23 – Wach- und Sicherungsdienste einfach erklärt
- Gewerberecht und Bewachungsverordnung – 34a Lernmaterial
- Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung – 34a Lernmaterial
- Grundzüge der Sicherheitstechnik – 34a Lernmaterial
- ASR A1.3 Sicherheitszeichen – 34a Lernmaterial
- Strafrecht für die Sachkundeprüfung § 34a: Allgemeiner Teil
- Strafrecht Besonderer Teil für die 34a-Prüfung
- Strafrecht und Umgang mit Waffen – 34a Lernmaterial
So funktioniert der Modelltest
Schritt 1
Nachweis klären
Für die meisten Bewachungstätigkeiten genügt die Unterrichtung bei der IHK. Für fünf Tätigkeiten und für Unternehmer ist die Sachkundeprüfung Pflicht – die Liste steht unten.
Schritt 2
Bei der IHK anmelden
Unterrichtung und Sachkundeprüfung bietet jede IHK an, die sie durchführt. Termine und Gebühren nennt Ihre IHK.
Schritt 3
Gezielt vorbereiten
Üben Sie die 7 Sachgebiete mit den Fragen oben und machen Sie vor dem Termin die Simulation mit 82 Fragen in 120 Minuten.
Was ist der 34a-Schein?
„34a-Schein“ ist kein amtlicher Begriff. Gemeint ist einer von zwei Nachweisen, die § 34a der Gewerbeordnung für Bewachungstätigkeiten verlangt: die Bescheinigung über die Unterrichtung bei der IHK oder die Bescheinigung über die bestandene Sachkundeprüfung. Wer als Wachperson arbeitet, braucht mindestens die Unterrichtung (§ 34a Abs. 1a Satz 1 Nr. 2 GewO). Für bestimmte Tätigkeiten mit besonderem Konfliktpotenzial ist zusätzlich die Sachkundeprüfung vorgeschrieben – und wer selbst ein Bewachungsunternehmen gründen will, muss sie ebenfalls ablegen (§ 34a Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 GewO). Die Sachkundeprüfung ersetzt die Unterrichtung (§ 8 Nr. 4 BewachV).
Unterrichtung: 40 Unterrichtsstunden, ohne Prüfung
Die Unterrichtung erfolgt mündlich und dauert mindestens 40 Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten (§ 6 Abs. 1 BewachV). Vorausgesetzt werden Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B1. Am Ende steht keine Prüfung: Die IHK stellt die Bescheinigung aus, wenn Sie ohne Fehlzeiten teilgenommen haben und sie sich durch Gespräche und Verständnisfragen überzeugt hat, dass Sie mit dem Stoff vertraut sind (§ 6 Abs. 2 BewachV). Die Inhalte sind dieselben sieben Sachgebiete wie bei der Sachkundeprüfung.
Bereit für die Prüfungsfragen?
Üben Sie dieses Sachgebiet direkt mit Multiple-Choice-Fragen, Lösung und Paragrafen.
Für diese Tätigkeiten ist die Sachkundeprüfung Pflicht
Nach § 34a Abs. 1a Satz 2 GewO brauchen Sie die Sachkundeprüfung für: 1. Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr, 2. Schutz vor Ladendieben, 3. Bewachungen im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken, 4. Bewachungen von Unterkünften für Asylsuchende oder Flüchtlinge in leitender Funktion, 5. Bewachungen von zugangsgeschützten Großveranstaltungen in leitender Funktion. Außerdem müssen Gewerbetreibende und die mit der Leitung des Betriebs beauftragten Personen die Sachkunde durch eine IHK-Prüfung nachweisen, sonst wird die Erlaubnis versagt (§ 34a Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 GewO).
Bereit für die Prüfungsfragen?
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Ablauf der Sachkundeprüfung
Die Prüfung hat einen schriftlichen und einen mündlichen Teil (§ 11 Abs. 1 BewachV). Der schriftliche Teil dauert 120 Minuten; seit dem 1. Juli 2025 umfasst er 82 Multiple-Choice-Fragen mit zusammen 120 Punkten, bestanden ist er ab 60 Punkten. Bei jeder Frage können eine oder mehrere Antworten richtig sein, und es wird nach Teilantworten bewertet: Eine richtige Teilantwort kann auch einen Punkt ergeben (IHK Ostthüringen zu Gera, Stand 9. Mai 2025). Wer den schriftlichen Teil besteht, wird zur mündlichen Prüfung zugelassen. Dort werden bis zu fünf Personen gleichzeitig geprüft, etwa 15 Minuten pro Person, mit Schwerpunkt auf dem Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und dem Umgang mit Menschen (§ 11 Abs. 2 BewachV). Beide Teile müssen bestanden sein; die Prüfung darf wiederholt werden (§ 11 Abs. 4 und 6 BewachV).
Bereit für die Prüfungsfragen?
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Wer keine Sachkundeprüfung braucht
Die Prüfung entfällt bei bestimmten Abschlüssen (§ 12 in Verbindung mit § 8 Nr. 1 bis 3 BewachV), zum Beispiel geprüfte Werkschutzfachkraft, geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft, Servicekraft oder Fachkraft für Schutz und Sicherheit, Meister für Schutz und Sicherheit, Werkschutzmeister, eine Laufbahnprüfung mindestens für den mittleren Polizeivollzugsdienst, den Justizvollzugsdienst, den waffentragenden Zolldienst oder den Feldjägerdienst, oder ein abgeschlossenes rechtswissenschaftliches Studium zusammen mit einer IHK-Unterrichtung über die Sachgebiete 5 bis 7.
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Zuverlässigkeit
Neben dem Sachkundenachweis müssen Wachpersonen zuverlässig sein. Die zuständige Behörde holt dafür unter anderem eine unbeschränkte Auskunft aus dem Bundeszentralregister und eine Stellungnahme der Polizei ein (§ 34a Abs. 1a GewO). Bestimmte Verurteilungen in den letzten fünf Jahren schließen die Zuverlässigkeit in der Regel aus (§ 34a Abs. 1 Satz 4 GewO).
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Häufige Fragen
Brauche ich für die Arbeit im Sicherheitsdienst die Sachkundeprüfung?
Nur für die fünf Tätigkeiten aus § 34a Abs. 1a Satz 2 GewO (unter anderem Kontrollgänge im öffentlichen Raum, Ladendetektiv, Einlass in Diskotheken) und wenn Sie ein Bewachungsunternehmen führen wollen. Für andere Bewachungsaufgaben genügt die Unterrichtung.
Ersetzt die Sachkundeprüfung die Unterrichtung?
Ja. Wer die Sachkundeprüfung bestanden hat, braucht keinen gesonderten Unterrichtungsnachweis (§ 8 Nr. 4 BewachV).
Was kostet der 34a-Schein?
Die Gebühren für Unterrichtung und Sachkundeprüfung legt jede IHK selbst fest. Ein Beispiel: Die IHK Fulda nennt für die Sachkundeprüfung 180 Euro. Die aktuellen Beträge stehen auf der Seite Ihrer IHK.
Wie lange dauert die Unterrichtung?
Mindestens 40 Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten (§ 6 Abs. 1 BewachV).
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82 Fragen, 120 Minuten, mit Auswertung je Sachgebiet und Erklärung zu jeder Frage.
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